DÜSSELDORFER GEDENKTAG FÜR DIE QUEEREN OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS

Am 28. Juni 2026 haben die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und das LSBTIQ+ Forum Düsseldorf an die queeren Düsseldorfer*innen erinnert, die Opfer des NS-Regimes wurden.

Seit 2025 findet zum Düsseldorfer Gedenktag für die queeren Opfer des Nationalsozialismus eine Gedenkveranstaltung am LSBTIQ+ Erinnerungsort statt. Der 28. Juni ist im Gedenkkalender der Landeshauptstadt fest verankert, und so hatten die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und das LSBTIQ+ Forum Düsseldorf auch am 28. Juni 2026 zu einem Gedenken auf die Apollowiese eingeladen. Rund 130 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Anna-Lena Pohlmann, Co-Sprecherin des LSBTIQ+ Forums Düsseldorf, erinnerten in ihren Reden an die Opfer und mahnten, dass sich die Geschichte mit Blick auf das aktuelle gesellschaftliche Klima und Bedrohung durch Rechtsradikale nicht wiederholen dürfe.

Im Anschluss legten beide Redner*innen Kränze nieder. Auch die SPD-Ratsfraktion beteiligte sich mit ihrer Fraktionsvorsitzenden Dr. Sabrina Proschmann an der Kranzniederlegung. Als Teilnehmende waren u.a. Vertreter*innen aus der Stadtgesellschaft, aus Politik und Verwaltung erschienen. Auch Ralf-Peter Fucks, Superintendent der Evangelische Kirche Düsseldorf, nahm an dem Gedenken teil.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung lud die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte zur "abend:kirche" in die Neanderkirche auf der Bolkerstraße ein. Pfarrerin Antje Brunotte und Historikerin Astrid Hirsch-von Borries von der Mahn- und Gedenkstätte hielten einen Dialog zum Thema "Verstecken".

Am 29. Juni 2026 gab es einen Vortrag zur "Verfolgung queerer Menschen: Schwieriges und unerlässliches Erinnern" im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Historiker Dr. Benno Gammerl zeigte auf, wie vielschichtig queeres Leben selbst unter den Bedingungen von Ausgrenzung und Gewalt während der Verfolgung im Nationalsozialismus war.

Fotos: Oliver Erdmann